Training und Verantwortung

Hallo Athleten,

zunächst einmal möchte ich kurz darauf hinweisen, dass ich mich versuche kurz zu halten und deshalb nicht auf jeden einzelnen Aspekt, den ich hier ansprechen werde, vertieft eingehe bzw. eingehen kann.

In erster Linie möchte ich einen von vielen Gründen für ein gesundheitliches oder leistungsorientiertes Training in Verbindung mit einem Studio oder Trainer hervorheben.

Jeder von euch – oder zumindest nahezu jeder – könnte sich das Training, das er bei mir oder anderen guten Trainern bekommt, selbst zusammenstellen. Weder beitreiben Trainer Magie oder Hexerei, noch nutzen wir geheime Informationen, die sonst keiner besitzt. Alles was andere und ich machen, ist, dass wir die bekannten Informationen und Grundlagen nutzen, um unsere Kunden gesund und leistungsfähig zu halten bzw. zu bekommen.

Exkurs: Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass ich das Wort „fit“ (wie in Fitness) nur sparsam benutze. Das liegt liegt hauptsächlich daran, dass jemand der zum Training in ein Fitnessstudio geht, nicht unbedingt gesund oder leistungsfähig sein muss, um fit zu sein. Und in diesem Fall finde ich es nicht besonders erstrebenswert „fit“ zu sein.

Und sind wir mal ehrlich: Nur für die wenigsten Sportler ist Leistungsfähigkeit wirklich wichtiger als die eigene Gesundheit. Erst ab dem Punkt, an dem wir mit unserem Sport unseren Lebensunterhalt verdienen oder vielleicht sogar unseren Lebensabend absichern können, sollte überhaupt erst darüber nachdacht werden, Leistungsfähigkeit an erste Stelle zu setzen. Das will natürlich nicht jeder ambitionierte Sportler hören, aber ich glaube nicht, dass 5 Jahre ein guter Amateursportler zu sein aufwiegt, dass man danach 20 Jahre darunter leidet, weil der Körper geschädigt ist.

Aber ich schweife etwas ab: Ich wollte über einen Grund für gesundheitliches oder leistungsorientiertes Training sprechen.

Und das ist der Aufwand, denn man für die Planung und Gestaltung des Trainings braucht, damit man sinnvoll und zielführend trainieren kann.

Jeder kann sich die nötigen Informationen sammeln. Suchmaschinenen spucken euch jede Menge Informationen zu Training aus. Youtube ist voller Fitnessgurus und auf Instagram vergeht kein Tag, an dem nicht Millionen von Influencern ihre neusten Übungen und Trainingsmethoden zeigen. Und wenn man sich genug Zeit nimmt, dann kann man bestimmt auch das finden, was man braucht – oder eben auch nicht.

Deswegen glaube ich, dass wir Trainer uns dafür ein Stück weit verändern müssen. Wir sind nicht mehr nur diejenigen, die euch Übungen an den Kopf werfen, sondern wir sollten die sein, die dafür sorgen, dass ihr gesund ins Training kommt und auch gesund wieder nach Hause geht. Wenn oder falls ihr in ein Studio kommt, solltet ihr spüren, dass ihr dort gut aufgehoben seid. Dass dort jemand ist, der sich um eure Ziele kümmert und ihr euch sicher sein könnt, dass das mit dem höchstmöglichen Wissen und der Verpflichtung gegenüber euch als Kunden stattfindet.

Letztendlich ist es von eurer (Kundenseite) ein bewusstes Abgeben von Verantwortung an den Trainer eurer Wahl, damit ihr euch nicht mehr um die Planung des Trainings oder die Beschaffung des Materials dafür kümmern braucht.

Ich kann natürlich nur für mich sprechen bzw. die Dinge aus meiner Perspektive ansprechen, aber ich glaube, dass wir nur dann erfolgreich an unseren Zielen arbeiten können, wenn wir Vertrauen in unsere Umgebung und die uns umgebenden Menschen haben.

Deswegen gebe ich mir alle Mühe das Vertrauen, dass meine Kunden in mich haben auch zurückzuzahlen und für kompetentes und zielgerichtetes Training unter sicheren Bedingungen zu sorgen.

Jetzt und bald (Grafik)

Hallo Athleten,
damit ihr euch etwas mehr unter dem neuen Trainingsraum vorstellen könnt, gibt es einen kleinen Eindruck in Form einer Grafik aus der Planungsphase. Einzelne Teile werden zwar etwas anders aussehen, aber im Großen und Ganzen seht ihr hier, was euch erwartet. In Kooperation mit Physio Kögel entsteht hier eine einzigartige Möglichkeit, um an eurer Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit zu arbeiten.

Es kommt etwas GROßES auf euch zu!

Noch befindet sich der zukünftige Raum im Rohzustand. In den nächsten Wochen wird dort aber einiges passieren.

Nachdem es im letzten Jahr alles recht schnell ging und nach meinem Ausstieg aus dem Feld der Physiotherapie beinahe nahtlos in Altenstadt für mich weiterging, findet nun der nächste und noch größere Schritt statt.

In der vergangenen und laufenden Woche konnte ich einen neuen Mietvertrag (für einen Raum mit 200qm Trainingsfläche, knapp 300qm gesamt) unterschreiben. Die Bestellung für das Equipment ist nun auch aufgegeben und die finale Planung für den Raum wird langsam aber sicher in die Praxis umgesetzt.

Die Eröffnung des „rian-sports“ steht damit im Mai 2020 bevor!

In den nächsten Wochen werde ich euch mit Bildern und weiteren Infos auf der Homepage, Facebook und Instagram zu meiner neuen „Heimat“ versorgen und meine Ideen und meine Vorfreude mit euch teilen.

Außerdem wird es dazu noch zu einer Kooperation kommen, über die ich allerdings jetzt noch nicht zu viel verraten möchte.

Aber ich verspreche euch, dass mit der neuen Trainingsfläche ein Ort entsteht, an dem Gesundheit und Leistungsfähigkeit zuhause sein werden!

Krafttraining – ein kleiner Einblick

Hallo Athleten,

immer wieder merke ich, dass einige (oder eher viele?) dem Krafttraining skeptisch gegenüberstehen. Vor allem dann, wenn diejenige oder derjenige neu oder wenig erfahren in diesem Bereich ist.

Sicher gibt es für die Kraft – oder besser gesagt Stärke – Bereiche für jeden von uns, die nicht oder zumindest nicht sofort zugänglich sind. Vielleicht fehlt uns Beweglichkeit, Ausdauer oder schlicht das Selbstvertrauen uns näher an Krafttraining heranzuwagen.

Aber eines ich kann euch versichern:

JEDER VON UNS KANN STÄRKER WERDEN!

Vielleicht wurde oder wird Kraft immer noch zu häufig mit Muskelmasse in Verbindung gebracht. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber dennoch nur die halbe Wahrheit.

„Strength is not built. It’s  granted by your nervous system.”

Paul McIlroy

Welche Bedeutung hat das nun für unsere Kraft oder unsere Fähigkeit (körperlich) stark zu sein?

Wenn wir davon ausgehen, dass Kraft nicht nur von der Muskelmasse abhängt, muss es noch einen zweiten Faktor (und wichtigeren!) Faktor geben. Unser Nervensystem. Also unser Gehirn mit den Nervenverbindungen in alle Bereiche unseres Körpers. Bewegung und Kraft lassen sich demnach nur entfalten, wenn unser Nervensystem es uns „erlaubt“.

Unser Körper reagiert hierbei äußerst clever – wenn wir Gefahr laufen uns bei schlechter Bewegung zu verletzen, verhindert unser Nervensystem einfach, dass wir dort unsere volle Kraft entfalten können oder es verhindert gleich die gesamte Bewegung.

Die wichtigste Aufgabe unseres Gehirns ist: Überleben sichern und beschützen.

Leider schaffen wir es immer wieder unser System zu umgehen, indem wir beispielsweise Schmerztabletten einwerfen, statt auf unser Warnsystem (Schmerz!) zu hören und eine Belastung oder Bewegung zu reduzieren und zu korrigieren. Damit umgehen wir nicht nur unseren körpereigenen Schutz, sondern fügen uns am Ende vielleicht noch weitere Probleme hinzu. Auch wenn wir uns in Positionen oder zu Bewegungen zwingen, die wir nicht beherrschen, entsteht diese Situation.

Im Krafttraining geht es auch darum, im Einklang mit unserem Nervensystem zu arbeiten und unserem Körper die Möglichkeit zu bieten, Kraft in der richtigen Form und auf dem richtigen Weg zu entwickeln, damit wir auf lange Sicht gesund bleiben.

Damit das funktioniert, brauchen wir ein System oder einen Plan nach dem wir trainieren. Wir sollten wissen wo wir mit unserem Training starten können oder was wir vielleicht nicht machen sollten. Einfach nur darauf los trainieren, weil bei youtube grad mal wieder ein cooles Video aufgetaucht ist, reicht leider häufig nicht.

Krafttraining sollte immer dazu führen, dass wir gesund und schmerzfrei in unserer Bewegung sind und dass wir verletzungsfrei bleiben.

Euer Andi