Hallo Athleten,

immer wieder merke ich, dass einige (oder eher viele?) dem Krafttraining skeptisch gegenüberstehen. Vor allem dann, wenn diejenige oder derjenige neu oder wenig erfahren in diesem Bereich ist.

Sicher gibt es für die Kraft – oder besser gesagt Stärke – Bereiche für jeden von uns, die nicht oder zumindest nicht sofort zugänglich sind. Vielleicht fehlt uns Beweglichkeit, Ausdauer oder schlicht das Selbstvertrauen uns näher an Krafttraining heranzuwagen.

Aber eines ich kann euch versichern:

JEDER VON UNS KANN STÄRKER WERDEN!

Vielleicht wurde oder wird Kraft immer noch zu häufig mit Muskelmasse in Verbindung gebracht. Das ist zwar nicht völlig falsch, aber dennoch nur die halbe Wahrheit.

„Strength is not built. It’s  granted by your nervous system.”

Paul McIlroy

Welche Bedeutung hat das nun für unsere Kraft oder unsere Fähigkeit (körperlich) stark zu sein?

Wenn wir davon ausgehen, dass Kraft nicht nur von der Muskelmasse abhängt, muss es noch einen zweiten Faktor (und wichtigeren!) Faktor geben. Unser Nervensystem. Also unser Gehirn mit den Nervenverbindungen in alle Bereiche unseres Körpers. Bewegung und Kraft lassen sich demnach nur entfalten, wenn unser Nervensystem es uns „erlaubt“.

Unser Körper reagiert hierbei äußerst clever – wenn wir Gefahr laufen uns bei schlechter Bewegung zu verletzen, verhindert unser Nervensystem einfach, dass wir dort unsere volle Kraft entfalten können oder es verhindert gleich die gesamte Bewegung.

Die wichtigste Aufgabe unseres Gehirns ist: Überleben sichern und beschützen.

Leider schaffen wir es immer wieder unser System zu umgehen, indem wir beispielsweise Schmerztabletten einwerfen, statt auf unser Warnsystem (Schmerz!) zu hören und eine Belastung oder Bewegung zu reduzieren und zu korrigieren. Damit umgehen wir nicht nur unseren körpereigenen Schutz, sondern fügen uns am Ende vielleicht noch weitere Probleme hinzu. Auch wenn wir uns in Positionen oder zu Bewegungen zwingen, die wir nicht beherrschen, entsteht diese Situation.

Im Krafttraining geht es auch darum, im Einklang mit unserem Nervensystem zu arbeiten und unserem Körper die Möglichkeit zu bieten, Kraft in der richtigen Form und auf dem richtigen Weg zu entwickeln, damit wir auf lange Sicht gesund bleiben.

Damit das funktioniert, brauchen wir ein System oder einen Plan nach dem wir trainieren. Wir sollten wissen wo wir mit unserem Training starten können oder was wir vielleicht nicht machen sollten. Einfach nur darauf los trainieren, weil bei youtube grad mal wieder ein cooles Video aufgetaucht ist, reicht leider häufig nicht.

Krafttraining sollte immer dazu führen, dass wir gesund und schmerzfrei in unserer Bewegung sind und dass wir verletzungsfrei bleiben.

Euer Andi

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